Die selbstfahrende Taxiflotte

General Motors President Dan Ammann (mitte) mit den Lyft-Gründern John Zimmer (r.) und Logan Green (l).

General Motors President Dan Ammann (mitte) mit den Lyft-Gründern John Zimmer (r.) und Logan Green (l).

General Motors ist vor wenigen Wochen mit 500 Millionen Dollar bei dem Uber-Konkurrenten Lyft eingestiegen. Nun haben beide Unternehmen angekündigt, in den USA noch in diesem Jahr eine Flotte von autonom fahrenden Taxis auf die Straße zu schicken.

Der Autohersteller und der Mitfahrzentral-Anbieter wollen ihre Kunden über die App wählen lassen, ob sie von einem regulären oder mit einem autonom fahrenden Fahrzeug abgeholt werden wollen. Das Angebot wird es zunächst in einer noch nicht näher genannten Großstadt geben. Nach der erfolgreichen Testphase soll es auf weitere Städte ausgeweitet werden.

Neben den Chauffeurdiensten wollen die beiden Unternehmen vier Bereiche gemeinsam entwickeln:

Autonomes on-demand Netzwerk: Beide Unternehmen wollen ihre Stärken als Autobauer beziehungsweise als Mitfahr-Plattform kombinieren.

Konnektivität: Kunden von Lyft sollen Zugriff auf GMs Online-Services wie etwa On-Star bekommen.

Gemeinsame Mobilitätsangebote: Was sich dahinter versteckt ist noch nicht ganz klar, sicher ist nur, dass beide Unternehmen “ihren jeweiligen Kunden persönliche Mobilitätsangebote machen werden”.

Verleih-Plattform: GM soll der bevorzugte Anbieter von Mietfahrzeugen für Lyft werden. Bereits jetzt können Fahrer bei Lyft kurzzeitig ein Auto mieten, allerdings keines mit Elektroantrieb.

Demensprechend wird wohl auch die Lyft-Flotte erneuert. Denn Fahrer, die für den Fahrdienst unterwegs sind, müssen nicht das eigene Auto nutzen. Sie können ein Fahrzeug mieten. Bislang handelt es sich bei den Mietfahrzeugen meist um Chevrolet Equinox, ein kleines SUV. Durch den Deal mit GM könnten die Fahrer künftig mit dem Elektroauto Chevrolet Bolt unterwegs sein, das in Europa vermutlich unter dem Namen Ampera-e auf den Markt kommen wird.

GM hatte bereits bei der Vorstellung des Bolt darauf hingewiesen, dass das Modell grundsätzlich die Möglichkeit des Autonomen Fahrens bieten werde (auf dem so genannten “Level 4”). Erst im März hatte GM für eine Milliarde Dollar das Unternehmen Cruise Automation übernommen, einen Spezialisten für autonomes Fahren.

 

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